Hast du je darüber gedacht, wie es sein könnte, einen Schottenrock zu tragen? Aber auch geglaubt, nur Schotten können oder dürfen es? Oder dass es zu kompliziert oder sehr teuer wäre, und dass du ihn ja nirgendwo verwenden könntest?
Alles falsch. Ein Kilt muss nicht teuer sein, und du musst nicht Schotte sein. Es ist eine Tatsache, dass immer mehr Männer überall auf der Welt sich einen Kilt kaufen, ungeachtet ihrer Nationalität, Farbe, Abstammung, Sexualität, ihres Glaubens und was auch immer. Nur eines musst du sein: Manns genug.
Vom Traum zur Wirklichkeit
Diese Homepage ist von einem Nicht-Schotten gemacht mit dem klaren Ziel, den Kilt in Augenhöhe
zu bringen und jeden Interessierten zu überzeugen, dass es weder kompliziert noch teuer sein
braucht, einen Kilt zu tragen.
Nicht selten fragen mich Leute auf der Straße nach meinem Kilt und möchten wissen, wie und wo man einen kauft, wie viel er kostet, und wo sie mehr darüber lernen könnten. Ich beantworte gern alle diesen Fragen, nur ist es natürlich begrenzt, was ich innerhalb weniger Minuten erzählen kann.
Andere meiner Interessen sind Kommunikation, Fotografie und Deutsch als Fremdsprache. Warum dann nicht, habe ich gedacht, eine Homepage auf Deutsch über Kilts und Kilt-Tragen zu erstellen? Das habe ich dann vor Jahren gemacht und sie nachher laufend verbessert und aktualisiert.
Sollte mein Deutsch nicht auszuhalten sein, gibt es die D2K-Seite auch auf Englisch - wenn auch das mir eine Fremdsprache ist.

3-Yard casual Kilt, Colquhoun Tartan. 13 Oz. Schurwolle.
Du bist?
Als ich den Text für diese Homepage geschrieben habe, habe ich mir dich so vorgestellt:
Du wohnst in Europa, wahrscheinlich im deutschsprachigen Raum, oder du hast Deutsch als erste
Fremdsprache. Du bist weder Schotte, noch bist du schottischer Herkunft. Du hast keinen Traum, dich
als Frau zu kleiden oder zu verkleiden, und du hast keine weibliche Seite, die du ausleben möchtest oder musst. Im Gegenteil, legst du auf ein männliches Erscheinungsbild Wert.
Wie alt, du bist, wie deine Ausbildung ist, und was du machst? Keine Ahnung. Du bist, nehme ich an, verheiratet, wie nun die meisten Männer und ich selbst, oder du bist geschieden oder lebst in anderen Verhältnissen. Deine sexuelle Orientierung ist mir egal. Wichtig ist nur, dass du dir gut vorstellen könntest, einen Kilt oder "männlichen" Rock zu tragen.
Am wichtigsten: Du kannst es.
Casual-first
Homepages, die sich mit dem Thema Kilt beschäftigen, gibt es viele. Nur sind sie von Schotten oder
Männer schottischer Herkunft geschrieben, und ihr Ausgangspunkt ist die Feier, also
der Anlass, wo
Schotten vorwiegend den Kilt tragen. Ihnen ist also der
Kilt in erster Linie oder ausschließlich formelle Kleidung, wo alles sehr korrekt vor sich gehen muss, und eine Menge Regeln einzuhalten sind. Denke an Hochzeiten etc., wo statt eines Fracks ein Kilt-Outfit getragen wird.
Für dich als Mann ohne schottische Herkunft muss das Tragen eines Kilts vorwiegend oder nur für die Freizeit sein.
Genau wie man beim Webdesign über Mobile-First redet, geht es für Nicht-Schotten um Casual-First oder eher
Casual-Only.
Facts, die aber auch bedeuten, dass du einen Kilt viel öfter tragen kannst – und dass er
kein Vermögen kosten muss, aber darüber später!
Auch Schotten und Männern schottischer Herkunft, die gerne öfter den Kilt tragen möchten, und zwar nicht nur bei Anlässen, die es nur einmal im Jahr oder noch seltener gibt, kann der Begriff Casual-First relevant sein.

3-Yard casual Kilt, Thompson Camel Tartan (nicht mit dem 'Burberry Check' zu verwechseln). Der
Kilt ist über 20 Jahre alt, war billig, damals um die 50€, hat sich sehr gut bewährt und ist
hervorragend für das lässige Tragen in der Freizeit geeignet wie hier am Meer.
Nicht nur der traditionelle Kilt
Diese Homepage folgt dem sogenannten
Braveheart-Konzept. Zwar ist der klassische Schottenrock im Fokus, aber du kannst hier auch Informationen über
Utility-Kilts und
Röcke finden, die für Männer konzipiert sind oder Männern einfach genug männlich erscheinen.

Utility-Kilts und andere Röcke.
Das Braveheart-Konzept
Ein kalifornischer Rechtsanwalt, bekannt als
WDP/Braveheart, introduzierte anfangs dieses Jahrhunderts den Begriff
MUG -
Manly Unbifurcated Garment - männliche ungeteilte Kleidung. MUGs waren Kilts und Kilt-Varianten, zum Beispiel Utility-Kilts, wie auch Sarongs, dedizierte Männerröcke und "männliche" Röcke.
Träger jener MUGs nannte er
Bravehearts (vom Spielfilm Braveheart, 1995, inspiriert). Männer ohne Interesse daran, männlich zu erscheinen, und die demzufolge immer oder oft weibliche Kleidung und Schuhe bevorzugen, waren in seiner Terminologie
Freestylers.
Was man sie auch heute nennt: Es gibt sie noch, diese Gruppierungen. Die Freestylers haben sicherheitshalber mit einem männlichen Erscheinungsbild angefangen, wonach sie ihr eigentliches Ziel verfolgt haben, Frauensachen zu tragen.
In ihren Augen sind Bravehearts deshalb Feiglinge, denn sie haben kein Verständnis dafür, dass sich einige Männer nur wünschen, eine superbequeme Kleidung wie einen Rock zu tragen und deshalb zum Kilt oder anderen
"männlichen" Röcken greifen.
Statement
Wir wissen alle, dass es Männer gibt, die aus dem einen oder anderen Grund weibliche Kleidung tragen müssen, um sich wohlzufühlen, und das sollen und müssen wir alle respektieren. Nur hier geht es um Männer, die Männer bleiben wollen und jederzeit männlich erscheinen möchten, auch im Rock.

Königs Allee in Düsseldorf.
5-Yard maßgeschneiderter Kilt in Schurwolle, Douglas Green Modern Tartan.